Mitarbeiterbindung

Warum aktive Mitarbeiterbindung heute notwendig ist

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Qualifizierte und spezialisierte Mitarbeiter sind sehr gefragt und Mangelware auf dem Arbeitsmarkt. Bereits jeder vierte Betrieb kämpft heute schon mit Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Angesichts der demografischen Entwicklung und des aktuellen Fachkräftemangels und ist es erforderlich, die Attraktivität des Unternehmens zu steigern und auch im Außenauftritt darzustellen — denn der „War for Talents“ ist bereits in vollem Gange und in der Unternehmensrealität spürbar.

Unternehmen müssen sich daher mit der Frage auseinandersetzen, wie sie sich möglichst vorteilhaft auf dem Arbeitsmarkt darstellen, um die Talente von morgen für sich zu gewinnen. Aktuell verfügen nur etwa 4% der Unternehmen über eine entsprechende Strategie. Es ist erforderlich, sich auf die Werte und Bedürfnisse der Mitarbeitenden einzustellen, um diese für sich zu gewinnen. Insbesondere die neu einsteigende Generation Z legt großen Wert auf Lebensqualitiät und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aber auch die eher kritische Generation Y sucht nach Sinnstiftung und fordert für sich einen Ausgleich zur beruflichen Belastung.

Ist ein Beschäftigungsverhältnis von Unzufriedenheit geprägt, wird es oft nach kurzer Betriebszugehörigkeit wieder beendet. Eine hohe Fluktuation verursacht erhebliche Kosten und Nachteile für das Unternehmen: Recruiting und Onboarding neuer Mitarbeiter bindet monetäre und zeitliche Ressourcen. Verlassen zudem Leistungsträger das Unternehmen, geht darüber hinaus wichtiges know- how verloren. Damit geraten Unternehmen zunehmend unter Druck, Rahmen- und Arbeitsbedingungen möglichst so zu gestalten, dass die Wechselbereitschaft vermindert wird und spezialisierte Mitarbeiter das Unternehmen nicht verlassen.

Damit rückt das Thema Mitarbeiterbindung in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Es generiert einen signifikanten Wettbewerbsvorteil und zählt zu den aktuell wichtigsten Handlungsfeldern in der Personalpolitik.

Vor diesem Hintergrund ergeben sich zwei Fragestellungen:

– Wie lässt sich das Image und Attraktivität des Unternehmens steigern?

– Wie kann die Wechselbereitschaft gesenkt werden, um qualifizierte Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten?

Unsere Antwort auf diese Fragen lautet: „Durch ein strategisches Feelgood- Management“.

Mit Feelgoodmanagement Mitarbeiter langfristig binden

Zugegeben- der Begriff klingt auf den ersten Blick etwas sonderbar. Es schwingt ein wenig Esoterik mit und hört sich nach Wohlfühloase, Massage und Tischkicker an. Doch so, wie wir Feelgoodmanagement verstehen, verbirgt sich dahinter ein wirkungsvoller Ansatz, um Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden und ihre Potentiale zu entfalten. Ziel und Aufgabe des Feelgood Managements ist es, eine bestmögliche Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der sich Mitarbeiter wohl fühlen, zufrieden mit ihrem Job sind und gerne und motiviert arbeiten.

Es geht darum, die Bedürfnisse und Belange der Mitarbeiter wahrzunehmen, ernst zu nehmen und etwas dafür beziehungsweise nicht länger dagegen zu tun. Entscheidend dabei ist, authentisch zu bleiben: Die Maßnahmen müssen zur Unternehmenskultur passen und sich in bestehende Konzepte einfügen.

Feelgoodmanagement ist mehr als ein Tischkicker und frisches Obst.

Viele Unternehmen werben in ihren Stellenausschreibungen bereits mit einem „Feelgood-Manager“. Potenziellen Bewerbern soll damit die Botschaft vermittelt werden: Bei uns geht es dir gut – wir kümmern uns um das Wohlbefinden unserer Belegschaft. Betrachtet man die Leistungen und Vorteile genauer, stellt man fest, dass die Liste der Vorzüge überschaubar ist: Oftmals verbirgt sich dahinter nicht viel mehr als kostenloses Wasser und einmal die Woche frisches Obst. Grundsätzlich ist natürlich jedes Angebot zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit positiv zu bewerten. Doch unserem Verständnis nach zu Folge reicht Feelgood- Management sehr viel weiter.

Was wir unter Feelgood- Management verstehen

Verankerung der Unternehmenskultur in den Unternehmensalltag

Damit Mitarbeiter zufrieden sind und erfolgreich arbeiten, brauchen sie gute Rahmenbedingungen und ein wertschätzendes Arbeitsumfeld. Hierfür leistet Feelgood- Management einen wichtigen Beitrag. Es dient dazu, eine Unternehmenskultur zu etablieren, die ein Gefühl von Zugehörigkeit und von Zufriedenheit erzeugt. Vor diesem Hintergrund muss Feelgood- Management unternehmensübergreifend wirken und alle Bereiche umfassen, die die Mitarbeiterzufriedenheit beeinflussen und beinträchtigen können. Es ist ein strategisches Instrument, mit dessen Hilfe eine Unternehmensrealität erschaffen wird, in der jeder einzelne Mitarbeiter als Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen gesehen wird und Wertschätzung erfährt. Feelgood- Management verstehen wir als ein Personalentwicklungsinstrument zur Übertragung der Unternehmenswerte in den betrieblichen Alltag.

Ziele von Feelgood- Management

Steigern der Zufriedenheit, um damit eine dauerhafte Leistungsbereitschaft zu erreichen

  • Erhalten der Gesundheit und fördern des Wohlbefindens
  • Langfristige emotionale Bindung von Mitarbeitern, um die Wechselbereitschaft zu senken

Tätigkeitsbereiche und Aufgaben von Feelgood- Management

Feelgood- Management ist mit für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur verantwortlich. Es nimmt Einfluss auf alle Faktoren, die Auswirkungen auf sein physisches und psychisches Wohlbefinden haben.

Es initiiert Maßnahmen, die einen Mitarbeitenden bei der Erfüllung der an ihn gestellten Anforderungen und Aufgaben unterstützen. Dazu zählen Faktoren wie eine offene Kommunikationskultur, ein positives Arbeitsklima, ein ansprechendes Arbeitsumfeld sowie ein von Wertschätzung getragener Umgang miteinander. Aber auch strukturelle Faktoren gehören in den Maßnahmekatalog eines Feelgood- Managements. Hierzu zählen zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege, funktionierende IT-Anwendungen und Programme sowie optimierte Prozesse.

Einige Maßnahmen eines erfolgreichen Feelgood- Managements zeigen sich direkt in einem Wohlfühl-Ambiente am Arbeitsplatz oder durch aktive Zusatzbeiträge wie kostenlosen Kaffee, Tee oder Wasser.

Andere Maßnahmen wiederum sind nicht so offensichtlich, nehmen jedoch maßgeblich Einfluss auf das Wohlbefinden. Diese betreffen beispielsweise die Führungskultur und das Teamklima. Vor allem diese Faktoren sehen wir als wesentlich. Nach dem Gehalt zählen schlecht erlebte Führung und Konflikte im Team zu den häufigsten Kündigungsgründen.

Der Nutzen von Feelgood-Management

  • Mit der Zufriedenheit am Arbeitsplatz steigen auch Motivation und Produktivität. Zufriedenheit steigert die Produktivität um etwa 12 %
    (WARWICK University, 2015)
  • Die Zufriedenheit von Kunden hängt ab von der Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter. Zufriedene Mitarbeiter steigern die Kundenzufriedenheit.
  • Finanzielle Aspekte reichen oft nicht mehr aus, um Leistungsträger langfristig im Unternehmen zu halten. Feelgood- Management steigert die Arbeitgeberattraktivität und das Image.
  • Ein auf Vertrauen und Wertschätzung basierendes Arbeitsumfeld steigert innovatives Denken. Motivierte Mitarbeiter sind kreativer und äußern häufiger innovative Vorschläge.(Gallup-Studie, 2013)
  • Dauerhafter Leistungsdruck begünstigt Krankheiten. Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, sind im Schnitt etwa 3,5 Tage weniger krank.
    (Gallup-Studie, 2013)
  • 85 % der Arbeitnehmer in Deutschland leisten Dienst nach Vorschrift. Sie haben keine oder nur eine geringe emotionale Bindung an ihr Unternehmen. Feelgoodmanagement steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und senkt die – innere wie reale – Kündigungsquote
    (Engagement Index, 2018)

Wie sieht ein Feelgood- Management in der Praxis aus?

Zu den Kernaufgaben eines Feelgood-Managements zählen die Verbesserung der internen Kommunikation, des Teamklimas und der Arbeitsprozesse.

Um relevante Störfaktoren zu identifizieren wird ein Feelgood Manager benannt. Er steht den Mitarbeitern als erster Ansprechpartner für Fragen und deren Bedürfnisse zur Seite und hat das „Ohr an der Organisation“. Er wirkt als Resonanzboden, um Stimmungen und Störungen wahr- und aufzunehmen. Durch ihn werden Störfaktoren identifiziert und hierarchieunabhängig an das Feelgoodteam rückgemeldet. Auf diese Weise werden Probleme in der Organisation schnell erkennt und unabhängig von Ablauf -und Organisationsstruktur zurückgekoppelt.

Unsere Leistungen

  • Beratung im Vorfeld zur Implementierung eines Feelgood- Managements in Ihrem Unternehmen und einer konkrete Bedarfsklärung
  • Ist- Analyse/ Bestandsaufnahme der aktuellen Mitarbeiterzufriedenheit und erkennen aktueller Optimierungsansätze durch Arbeitsplatzbegehungen, schriftliche Mitarbeiterbefragungen, Einzel- und Gruppeninterviews und Rückmeldungen durch das interne Vorschlagswesen
  • Stakeholderanalyse und Zusammenstellung eines Projektteams/einer Steuerungsgruppe (HR, BR, FK, MA)
  • Unterstützung bei der Projektplanung und Projektorganisation
  • Zieldefinition und Ableiten eines Maßnahmekatalogs zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit
  • Kommunikationsplan zur Steuerung von Informationen
  • Aufsetzen von Teilprojekten (Zeit- und Ressourceneinsatzplanung, Klären von Verantwortlichkeiten)
  • Umsetzung und Begleitung von Maßnahmen
  • Evaluierung und Prüfen der Wirksamkeit

Im Rahmen von Feelgoodmanagement bieten wir Ihnen folgende zielgruppenspezifische Trainings

Führungskräfte

  • Bedarfsorientierte Führungskräftetrainings
      – Motivation als Führungsaufgabe
      – Wertschätzende Kommunikation im Führungsalltag
      – Führungsinstrumente und Führungsstile
  • Führungskräftecoaching

 

Feelgoodmanager

  • Trainings zu Moderations- und Präsentationskompetenz
  • Training „Coaching für Feelgoodmanager – Haltung und Techniken“
  • Training Konfliktmanagement

 

Mitarbeiter

  • Kommunikationstraining
  • Teamprozessbegleitung
  • Teambuilding

Unser konkretes Vorgehen

In einem Vorgespräch klären wir Ihre konkreten Erwartungen an ein Feelgood-Management und die Rahmenbedingungen. Gemeinsam erstellen wir ein Bild von der Ausgangssituation und klären Ihre individuellen Ziele und die Handlungsfelder, auf denen sich das Feelgood- Management beziehen soll.

Wichtig dabei ist es, dass die Unternehmensführung bzw. Leitung in dieser Phase eingebunden ist. Ohne Zustimmung der Geschäftsleitung ist ein Feelgood-Management Projekt nicht realisierbar.

Sie erhalten ein konkretes Angebot mit den an uns beauftragten Leistungen. Nach der Entscheidung für das Feelgoodmanagement, planen wir im nächsten Schritt gemeinsam mit Ihnen das weitere und stimmen mit Ihnen das weitere Vorgehen in den jeweiligen Projektphasen ab.

Phasenverlauf eines Feelgood-Management- Projekts

Phase 1 Vorbereitung

In der Vorbereitungsphase stehen die gewünschten Ziele und Handlungsfelder im Fokus. In ersten Analysen generieren wir ein Bild der im Unternehmen vorliegenden Engpässe.

 

Phase 2 Projektorganisation und Planung

Ziel ist die Bildung einer entscheidungsbefugten Steuerungsgruppe für die Steuerung und Koordination von Maßnahmen. In dieser Phase wird die Projektorganisation aufgebaut und eine Projektplanung erstellt.

 

Phase 3 Bestandsaufnahme der Belastungen und Ressourcen

Die Phase dient dazu, einen Überblick der aktuellen IST-Situation zu erzeugen und Kenntnis über Störfaktoren in den verschiedenen Arbeitsbereichen und Beschäftigtengruppen zu gewinnen. Im Fokus steht die Identifikation von Handlungsbedarfen.

 

Phase 4.1 Analyse und Planung – Analyse der Steuerungsgruppe

Diese Phase dient dazu, die Ergebnisse der Bestandsaufnahme auszuwerten, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu planen. Die Steuerungsgruppe wird im weiteren Projektverlauf die geplanten Maßnahmen umsetzen und deren Wirksamkeit evaluieren.

 

Phase 4.2 Analyse und Planung – Aufgaben und Workshops

Diese Phase dient dazu, Ursachen für Störungen zu analysieren und Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln. Hierzu werden Workshops mit den Mitarbeitern durchgeführt, die inhaltlich an die Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme anknüpfen. Da die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in Bezug auf Potentiale und Störungen am besten kennen, ist ihre aktive Mitarbeit bei der Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen von besonderer Bedeutung.

 

Phase 5 Entscheidung und Umsetzung

Die Vorschläge aus den Workshops werden in dieser Phase gesichtet und es werden Entscheidungen über die Maßnahmen und Umsetzungsmöglichkeiten getroffen.

 

Phase 6 Evaluation

Durch die Evaluierung wird die Wirksamkeit der Maßnahmen und der Vorgehensweise überprüft und bewertet. Bei Abweichungen sind Korrekturen vorzunehmen und spätestens hier besteht die Möglichkeit der Nachsteuerung.

 

Phase 7 Integration

Diese Phase dient dazu, die Ergebnisse zu sichern und das Feelgoodmanagement in die Organisation zu integrieren. Die Leitziele des Feelgood- Managements sind langfristig angelegt. Um einen nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten, ist es von Vorteil, wenn diese Aufgabe an die Funktion eines Feelgoodmanagers gebunden wird.

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